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Drainage – kein Allheilmittel

NewsPosted by Ulrich Fuckert Mon, October 31, 2016 18:07:06

Wenn ich zu feuchten Wänden gerufen werde, dann ist eine der ungläubigen Aussagen der Eigentümer häufig: „Ich kann nicht verstehen, dass die Wand nass ist, wir haben doch eine Drainage gelegt.“

Wer davon ausgeht, dass mit dem Einbau einer Drainage alles getan ist, der liegt falsch. Eine Drainage ersetzt keine Abdichtung. Sie ist lediglich dazu da, den Lastfall der anliegenden Feuchtigkeit zu verändern. Das bedeutet, durch den Einbau einer ordnungsgemäßen Drainage, wird das Wasser in hanglagigen Grundstücken vor der Gebäudewand abgeführt. Somit kann dieses Hangwasser sich nicht mehr vor der Außenwand aufstauen und einen entsprechenden hydrostatischen Druck aufbauen. Was allerdings nicht bedeutet, dass überhaupt keine Feuchtigkeit mehr bis an die Wand kommen kann.

Mit der Drainage wird lediglich der Wasserlastfall der DIN 18195 geändert. Ohne Drainage müsste ggf. nach DIN 18195-6 gegen aufstauendes Sickerwasser bzw. drückendes Wasser abgedichtet werden. Bei dem Einbau einer funktionsfähigen Drainage nach DIN 4095, kann dagegen nach DIN 18195-4 gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht aufstauendes Sickerwasser abgedichtet werden.




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