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Sommerkondensat

NewsPosted by Ulrich Fuckert Sat, June 11, 2016 18:44:15

In diesen Wochen werde ich immer wieder zu Schadensfällen rausgerufen, bei denen es ich um Sommerkondensat handelt. So auch im nachfolgend beschriebenen Fall.

Der Kunde hat vor seinen Keller in einen Wohnraum zu verwandeln. Er verputzt die Wände neu und überarbeitet sie mit einem dispersionshaltigen Strukturputz. Damit die Trocknung der Putze schneller vonstattengehen kann, hängt er die Fensterflügel der Kellerfenster aus, und macht die gegenüberliegende Kellertüre auf.

Das ist zwar gut gemeint aber in diesem Fall völlig kontraproduktiv.

Im Bereich der unteren Wandbereiche ist die Feuchtigkeit fühlbar. Auf dem Wandputz haben sich Wasserperlen gebildet. Der Boden ist entlang der Außenwände ebenfalls fühlbar feucht.

Eine Widerstandsmessung im Steininneren weist keine erhöhten Feuchtigkeitswerte auf.

Es handelt sich um ein Sommerkondensat.

Wie entsteht Sommerkondensat?

Sommerkondensat findet man vor allem im Bereich von Kellerräumen bzw. Souterrainwohnungen (Wohnung halb im Erdreich). Je weiter die Räume im Erdreich liegen, umso kühler sind die Raumtemperaturen.

Öffnet man in der warmen Jahreszeit die Fenster, holt man sich warme, feuchte Luft in die kühleren Räume. Mit jedem Grad Temperaturverlust, muss die relative Luftfeuchtigkeit steigen. Trifft diese Luft dann noch auf kalte Oberflächen (in diesem Fall die unteren Wandbereiche und der Boden), wird der Taupunkt unterschritten und die Luft kondensiert (siehe Skizze).



Lüftungsempfehlung:

In der warmen Jahreszeit alle Türen und Fenster in Kellern und Souterrainwohnungen tagsüber geschlossen halten. Lediglich morgens früh oder abends spät lüften, wenn die Außentemperarturen niedriger sind.

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